Der bolivianische Wissenschaftler Dr. Leonardo D. Villafuerte-Philippsborn hielt Mitte März einen Vortrag über epistemische Gerechtigkeit am IFSH in Hamburg. (c) IFSH

Wissenschaftler aus Bolivien zu Gast am IFSH

Dr. Leonardo D. Villafuerte-Philippsborn vom Institut für Demokratie der Universidad Católica San Pablo war vom 16. bis zum 20. März für einen Forschungsaufenthalt am IFSH zu Gast. Villafuerte-Philippsborn tauschte sich in dieser Zeit mit den IFSH-Wissenschaftler:innen über Friedens- und Konfliktforschung, Umweltgerechtigkeit und epistemische Gerechtigkeit aus.

Am 18. März hielt er einen Vortrag mit dem Titel „Epistemic Justice in Environmental Conflict Governance“. Villafuerte-Philippsborn verdeutlichte am Beispiel des Katari-Flusseinzugsgebietes in Bolivien, wie ungleiche Bedingungen die Governance von Umweltkonflikten prägen und darüber entscheiden, wessen Wissen anerkannt wird, wessen Stimmen Gehör finden und welche Beweisformen als legitim gelten. Damit rückte der Vortrag das Thema epistemische Gerechtigkeit ins Zentrum aktueller Debatten über Konflikte, Umwelt und demokratische Entscheidungsfindung. Wissenschaftler:innen vom IFSH, GIGA, der Universität Hamburg und anderen Institutionen nahmen an der IFSH-Veranstaltung teil.

Ermöglicht wurde der Forschungsaufenthalt durch das Global South Fellowship Programme der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK). Es wird von der Stiftung Avec et pour autres im Rahmen des AFK-Projekts „Forschungsmöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler:innen aus dem Globalen Süden“ gefördert.

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