Dr. Joanna Drake (5. Person von links) und Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (direkt daneben) besuchten Mitte September das IFSH in Hamburg und informierten sich über die neuesten Erkenntnisse und Trends in der Sicherheits- und Klimaforschung. (c) IFSH

Was gibt’s Neues im Feld der Sicherheits- und Klimaforschung?

Am Rande des diesjährigen Hamburg Science Summit nutzte Dr. Joanna Drake, Stellvertretende Generaldirektorin für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, am 17. September die Gelegenheit, das IFSH zu besuchen. Spontan schloss sich ihr auch die Hamburger Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal an. Stellvertretend für IFSH-Direktorin Prof. Dr. Ursula Schröder begrüßten Carsten Wode, Kaufmännischer Geschäftsführer, und Jörn Weinhold, Leitung Forschungsservices, die beiden und das sie begleitende EU-Team der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Dr. Ulrich Kühn, Leiter des Forschungsbereichs Rüstungskontrolle und Neue Technologien und Transfer-Verantwortlicher am IFSH, stellte die Forschungs- und Transferaktivitäten des Instituts vor. Dabei setzte er die Schwerpunkte bei Themen wie der Resilienz von Demokratien und Gesellschaften (Stichwort: democratic shield) sowie den Aufstieg Chinas und mögliche KI-Zukunftsszenarien. Dadurch zeigte er die enorme Dynamik und das breite Themenspektrum im aktuellen sicherheitspolitischen Feld auf. 

Dr. Benjamin Hofbauer, ebenfalls Wissenschaftler am IFSH, leitete danach zur Klimaforschung über und wies darauf hin, wie wichtig die Beteiligung von Bürger:innen im Bereich der Klimaforschung sei. Nur dadurch könnten ethische Aspekte, wie demokratische Teilhabe und soziale Gerechtigkeit in der Klimapolitik mitgedacht und umgesetzt werden. Prof. Dr. Achim Oberg und sein Team des Exzellenzclusters „Climate, Climatic Change, and Society“ (CLICCS II) von der Universität Hamburg gaben darauf aufbauend einen Überblick über mögliche Klimazukünfte von Gesellschaften und welchen Einfluss Anpassung und Widerstände diesbezüglich haben könnte.

In der anschließenden Austauschrunde entwickelte sich eine rege Diskussion darüber, wie Sicherheits- und Klimaforschung Erkenntnisse hervorbringen können, die nicht nur wissenschaftlich fundiert sind, sondern auch für politische Entscheidungsträger:innen nutzbar sind und in einem sinnvollen Austausch mit Politik und Gesellschaft entwickelt werden. Besonders interessiert zeigten sich Dr. Joanna Drake und Maryam Blumenthal an öffentlichen Austauschformaten mit Wissenschaftler:innen und Bürger:innen wie dem HADLEY’S Abendsalon. Ein Anschlusstermin zur weiteren Diskussion in Brüssel steht nun bei allen auf der Agenda.

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